Installationsbereich abstellen

Kniestock abstellen / Installationsbereich mit Revisionstür

Zur Abwechslung gibt es mal wieder ein DIY aus der Kategorie Heimwerken. Wir haben ja erst letztes Jahr neu gebaut und da gibt es natürlich immer noch einiges zu tun. Bei uns ist es auch noch üblich, dass die Stromeinspeisung über einen Stromständer auf dem Dach erfolgt. So haben wir in unserem Kniestock alles so angelegt (Stromeinspeisung, Kamin der Therme sowie Einspeisung für die Solaranlage und was sonst noch so an Kabel etc. auf das Dach musste), das sich alles so komprimiert wie möglich in einer Ecke befindet. Darunter liegt, wie sich schon vermuten lässt, ein Technikraum, in dem sich alles zur Hausversorgung befindet.

Jetzt galt es, den Raum im Kniestock wieder ein Stück fertiger zu machen und den ganzen unschönen Bereich der Installationsdurchführungen, Stromeinspeisung, Panzersicherungen und und und zu verstecken. Allerdings musste der Bereich auch gut revisionierbar sein. Wie genau wir das angestellt haben, erkläre ich euch etwas weiter unten mit vielen Fotos in diesem Post 😉

Wir leben hier auf dem tiefsten Land und wie immer war die Hauptherausforderung überhaupt einmal das Material zu organisieren, dass wir uns zur Realisierung vorgestellt hatten. Fündig wurde ich dieses Mal bei baywa-baumarkt.de da haben wir die Holzpaneele, den Kleber und die Schmiege erstanden. Jetzt aber einmal der Reihe nach.

Einkaufsliste zum Projekt Installationsbereich abstellen:

  • Rahmenschenkel z.B. 60×80
  • Dachlatten
  • OSB-Platten
  • PU- / bzw. Hybridkleber (oder Montagekleber)
  • Wandpaneele (125cm lang)
  • Krallen / Klammern zur Paneel-Befestigung
  • Revisionstür z.B. 1000 x 1000 mm

Step-by-Step Anleitung

Wir haben uns entschieden über Eck abzustellen. Das hat zwar etwas mehr Platz gekostet, dadurch ist aber alles sehr gut revisionnierbar und einfacher zu werkeln.

1. Rahmenschenkel auf dem Boden befestigen. Wir sind mit einer Fußbodenheizung ausgestattet und wollten kein Risiko eingehen. Aus diesem Grund haben wir den Rahmenschenkel mit dem Hybridkleber auf dem Boden fixiert.

2. Nach der Trocknungsphase haben wir die Einbaubreite der Revisionstür eingezeichnet und den Rahmenschenkel in den restlichen Bereichen mit einer Dachlatte aufgedoppelt. Diese Dachlatte wiederum haben wir aber um eine Dachlattenstärke nach hinten versetzt. Dadurch dient diese gleichzeitig als Anschlag für die Vertikalverstrebungen.

3. Jeweils rechts und links der Einbauöffnung für die Revisionstür wird mit Dachlatten eine Vertikalstrebe eingesetzt. Die Dachlatten unten an der Anschlaglatte festschrauben. Gleiches an den Außenseiten der Abstellung wiederholen.

4. Um die obere Anschlagslatte an der Decke zu befestigen haben wir jede Vertikalstrebe mit der Wasserwage ausgerichtet und die Hinterkante an der Decke markiert. Jetzt wieder zwei Dachlattenstücke auf Länge geschnitten und jeweils bündig an die Markierung anliegend an die Decke schrauben. Vertikalstreben mit der oberen Anschlagleiste verschrauben (Kontrolle mit der Wasserwage nicht vergessen). Jetzt ist das Grundgestell fertig

Trennwand mit Revisionstür

5. Im Bereich der Revisionstür muss im oberen Bereich angepasst an die Einbauhöhe auch noch eine Horizontalstrebe angeschraubt werden. Wir haben es uns einfach gemacht und ein Reststück Dachlatte hinter die Vertikalstreben geschraubt und dann den Bereich zwischen den Vertikalstreben wieder mit einer Dachlatte aufgedoppelt (sieht man auf dem nächsten Bild ganz gut).

Trennwand mit Revisionstür

6. Als nächstes wird die gesamte Wand mit OSB-Platten beplankt. Gute Dienste leistet da in den Dachschrägen eine Winkel-Schmiege.

Trennwand mit Revisionstür

7. Auf der Zielgeraden wird jetzt die Abstellwand mit den Wandpaneelen verkleidet. Für die erste Reihe gibt es spezielle Klammern, in die die Paneele eingehängt werden können. Alternativ leistet aber auch da ein Hybridkleber wieder gute Dienste.
Trennwand mit RevisionstürOben werden die Paneele ebenfalls mit Klammern gehalten / fixiert, die einfach in die OSB-Platten genagelt werden. Wir haben die Bretter mit fortlaufendem Versatz an die Wand gebraucht (so wie man es auch meist bei Laminat macht). Sprich was auf der einen Seite übrig geblieben ist, haben wir vorne wieder angesetzt.

Trennwand mit Revisionstür

8. Beim letzten Stück oben in der Spitze kam wieder mein geliebter Hybridkleber zum Einsatz. Zum Abschluss wird die Revisionstür eingebaut. Das ist wirklich denkbar einfach. Revisionstür in die Öffnung stellen. Haltelaschen umbiegen und auf den Holzrahmen, der sich ja um die Öffnung befindet, aufschrauben.

Trennwand mit Revisionstür

Wie man sieht, eine schnelle, einfache uns saubere Lösung. Durch die große Revisionstür kommt man perfekt an alles ran, falls einmal jemand an die Panzersicherung muss oder der Schornsteinfeger an den Kamin der Therme oder oder oder. Gleichzeit kann man den Raum auch noch als etwas Stauraum nutzen, für Sachen an die man im Regelfall nicht oft ran muss.

Installationsbereich abstellen

Zum Abschluss werden wir noch ein paar Zierleisten anbringen um die Abschlüsse noch schöner zu gestalten. Dafür machen wir aber zuerst noch den Boden fertig und tapezieren die Decke. Es gibt viel zu tun 😉

Auch spannend!


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