Schema, Ausrichtung Kräuterschnecke

DIY Kräuterspirale – Vorbereitung

So neben dem Kleinprojekt Hausbau trauen wir uns jetzt nebenbei tatsächlich an das Thema Kräuterspirale ran.

Der Standort ist festgelegt und die Tage starten wir mit dem Aufbau. Für begeisterte Hobbyköche wie wir es sind, ist eine Kräuterspirale schon fast ein MUSS. Immer frisch die verschiedensten Kräuter aus eigenem Anbau nur ein paar Schritt entfernt ist einfach ein Traum.

Als kleines HowTo und Einstieg in das Projekt in diesem Post einmal etwas zur Theorie des Ganzen: 

Kräuterspirale

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Kräuterspirale oder Kräuterschnecke ist ein dreidimensionales Beet, in dem Küchenkräuter angebaut werden. Die Kräuterspirale ist ein Beispiel für permakulturelle Gestaltung. Durch ihren Aufbau ermöglicht sie es, auf kleinstem Raum Standortansprüchen von Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen gerecht zu werden.

Aufbau

Die Spirale windet sich um einen Steinhaufen und steigt dabei kontinuierlich an. Der aufgefüllte Boden wird nach oben hin zunehmend mit Sand durchmischt, um ihn durchlässig zu machen.

 

Von unten gesehen beginnt die Kräuterspirale mit einem kleinen Teich an der Südseite. Dieser schafft ein feuchtes Mikroklima.

 

Den mittleren Teil bezeichnet man als Normalzone. Der Boden hier entspricht typischen mitteleuropäischen Wachstumsbedingungen, indem er ebenfalls noch Humus ist, aber durchlässiger als in der Feuchtzone. Hier gibt es auch Bereiche, die im Halbschatten liegen. Pflanzen, die hier gut wachsen sind z. B. Petersilie, Koriander, Estragon, Kümmel, Oregano oder Basilikum.

 

Den oberen Teil der Spirale bildet eine Trockenzone. Der Boden ist durchlässig und mager. Der innere Aufbau der Kräuterspirale gewährleistet eine gute Drainage. Dies sind ideale Bedingungen für zahlreiche Küchenkräuter des Mittelmeerraumes, wie Salbei, Thymian oder Lavendel.

 

Der Übergang zwischen diesen Zonen ist fließend, so dass ein großes Spektrum von Wachstumsbedingungen abgedeckt wird.

 

Geschichte

Die Kräuterspirale geht auf den Australier Bill Mollison zurück[1], der 1981 für sein Konzept der Permakultur den Right Livelihood Award bekam. Im gleichen Jahr beschrieb er in einem Vortrag, wie er 1978 die Kräuterspirale erfand und sich dabei von den Sandmustern der Aborigines inspirieren ließ. In seinem 1988 erschienenen Buch Permaculture: A Designers‘ Manual[2] ging er ausführlich auf die universelle Präsenz der symbolträchtigen Spiralform in der Natur und bei verschiedenen Naturvölkern ein und fügte eine Zeichnung seiner Kräuterspirale bei. Von allen Elementen der Permakultur war die Kräuterspirale von Anfang an besonders erfolgreich. Unzählige Profi- und Hobbygärtner auf der ganzen Welt haben sie nachgebaut, und auch auf Gartenschauen und in Mustergärten ist sie immer wieder zu sehen.

 

Seite „Kräuterspirale“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. Februar 2015, 23:42 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kr%C3%A4uterspirale&oldid=138672671 (Abgerufen: 10. März 2015, 10:33 UTC)

Für begeisterte Hobbyköche wie wir es sind, ist eine Kräterschnecke schon fast ein MUSS. Immer frisch die verschiedensten Kräuter aus eigenem Anbau nur ein paar Schritt entfernt ist einfach ein Traum.

 

1. Auswahl des Standortes

Dieses Plätzchen haben wir uns für den Bau unserer Kräuterspirale ausgeschaut. Es ist zwar ein paar Schritt weiter vom Haus entfernt, da wir allerdings mit einer Nordausrichtung gesegnet sind und noch dazu ein Hanggrundstück besitzen mussten wir natürlich darauf achten, genug Sonne zu bekommen.

Somit kommen wir auch schon zu dem Punkt

Ausrichtung der Kräuterspirale

Schema & Ausrichtung Kräuterspirale
Schema & Ausrichtung Kräuterspirale

Die Kräuterspirale sollte sich nach Süden hin öffnen. An dieser Basis beginnt man mit einem kleinen Teich (ca. 40cm Durchmesser). Ab da schraubt man sich schnecken- bzw. spiralförmig zur Mitte hin nach oben. Die neben stehende Grafik verdeutlicht das Thema der Ausrichtung noch einmal etwas.

Mit den Buchstaben sind die einzelnen Zonen der Kräuterspirale gekennzeichnet:

A: Wasserzone
feuchter Bereich in der Nähen des Teiches – Pflanzenbeispiele: Brunnenkresse, Waldmeister

B: Feuchtzone
sonnig aber dennoch eher feuchter Boden (mit Humus angereichert)  – Pflanzenbeispiele: Schnittlauch, Petersilie

C: Normalzone
liegt im Halbschatten eher trocken (mit Humus angereichert)  – Pflanzenbeispiele: Koriander, Basilikum

D: Trockenzone
trockene Zone, nährstoffarmer Boden (mit Sand versetzt)  – Pflanzenbeispiele: Salbei, Lavendel, Rosmarin

Neben der Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen sollte man natürlich auch genügend Platz einplanen, damit man an alle Stellen der Kräuterspirale bequem heran kommt. Ebenfalls muss die Größe der Spirale beachtet werden, die irgendwo zwischen 2 und 3,5m beim Durchmesser liegen sollte.

 

2. Materialbeschaffung

Bruchsteine für Kräuterspirale
Bruchsteine für Kräuterspirale

Bruchsteine sind bei uns, dank eher steinigem Untergrund und Neubau, genügend vorhanden, die wir für die Erstellung der Kräuterspirale nutzen können. Ansonsten bietet sich natürlich alles an Bruchsteinen, Natursteinen, Ziegelsteinen etc. an, was man zu einer Trockenmauer aufsetzen kann. Letztendlich muss es sich ja in das Gesamtkonzept der Gestaltung einpassen.

Ansonsten benötig man noch ein Drainagematerial wie Kies oder Schotter (der Bedarf variiert natürlich stark je nach Größe der Kräuterspirale wir haben jetzt erst einmal 0,5 Kubikmeter Schotter bestellt – wir werden noch einen Teil der ohnehin zu vielen Steine zu Drainage verarbeiten) Der Schotter wird zum einen Teilweise als Füllmaterial für die Schnecke selbst benötigt, zum anderen wird aber auch so groß wie die Kräuterspirale ist, ein ca. 10 cm hohes Schotterbett hergestellt, welches zum einen natürlich wieder eine drainagierende Wirkung hat, zum anderen aber auch als guter Unterbau für die Trockenmauer dient.

Wir haben uns darüberhinaus auch noch entschieden, etwas Unkrautschutzvlies zu besorgen, welches uns zum einen zusätzlich ungewollte Mitbürger aus der Kräuterspirale fernhalten soll zum anderen wollen wir damit aber auch den direkten Bereich um die Kräuterspirale damit unkrautfrei halten.

Bei dem Thema Erde/Boden und dessen Zusammensetzung wird man je länger man Google bemüht zu den interessantesten Zusammenstellungen kommen. Wir haben uns für einen Mix aus Mutterboden (vom Aushub der Kräuterspirale), Pflanzerde und Sand entschieden.

Den kleinen Teich mit einem Durchmesser von ca. 40cm kann man natürlich zum einen klassisch mit Teichfolie herstellen oder auch in der Lightversion mit einem entsprechend großen Baukübel/Mörtelkübel, der dann vergraben wird.

Wir haben uns auch noch ein paar Hanftaue (∅ 20mm) besorgt, die wir im Fußbereich einarbeiten werden um damit quasi via Dochteffekt mehr Wasser aus dem kleinen Teich in den unteren Bereich der Kräuterspirale zu transportieren.
Im bald folgenden Post wird Schritt für Schritt erklärt, wie wir die Kräuterspirale aufgebaut haben. Wer sich noch tiefer mit dem Thema Kräuterspirale beschäftigen möchte, dem sei auch noch meine Pinterest Seite empfohlen wo Ihr eine Pinnwand extra zu diesem Thema findet.

Hier gelangst du zum Post mit der detaillierten Bauanleitung für die Kräuterspirale.Kräuterspirale

Auch spannend!


3 Kommentare zu „DIY Kräuterspirale – Vorbereitung“

    1. Wie ich dir ja schon geschrieben habe, ist eine abgewandelte Version als Wegweiser zu meiner hoffentlich bald fertigen Kräuterspirale schon in Planung 🙂

      Gruß
      Marc

  1. Pingback: Kräuterspirale - DIY Anleitung - WeSeL bLoG

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.